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TAUERNWEGE
– NEUE ATTRAKTION IM FELBERTURM MUSEUM
Nationalparkverwaltung
übergibt neue und moderne Themenausstellung
Am 5. September 2009 feiert das Felberturm Museum in Mittersill sein 40
jähriges Bestehen. Die Nationalparkverwaltung Hohe Tauern stellt sich
dazu mit einem ganz besonderen 'Geschenk' ein. Eine nach der Eröffnung
des Nationalparkzentrums nicht mehr attraktive Nationalparkausstellung
im Erdgeschoß wurde durch eine Themenausstellung mit dem Titel
"Tauernwege" komplett umgebaut.
Tauernwege – Von der Steinzeit bis zur
Felbertauernstraße
In den Hohen Tauern
werden die geeigneten Passübergänge – die eigentlichen TAUERN – seit
Jahrtausenden für die Überquerung der Alpen benutzt. Die Wege über die
Berge waren mühsam und gefährlich, dennoch erlangten sie überregionale
Bedeutung. Für die Einheimischen stellten die Berge nicht nur Trennendes
sondern auch Verbindendes dar. Der Austausch zwischen Nord und Süd fand
Niederschlag in der Bevölkerung, der Wirtschaft, Kultur und Politik des
inneralpinen Raumes. Steinzeitjäger, Kelten, Römer, mittelalterliche
Säumer, Tauerngehern des 18. und 19. Jahrhunderts überquerten die Tauern
- und schließlich auch Touristen und der moderne Transit. Die
„Tauernwege“ schrieben Geschichte und erzählen Geschichten.
Die neue Ausstellung
im Felberturm zeigt die Bedeutung der Tauern als verbindende Wege im
Lauf der Jahrtausende auf. Neben den anderen wichtigen Tauern steht der
Felber Tauern im Mittelpunk der neuen Ausstellung. Gleich drei
Tauernhäuser stehen entlang dieser Transitroute. Der Felberturm hatte
eine kontrollierende Funktion für den örtlichen Saumhandel. Heute führen
Leitungen Strom und Öl über die Berge und eine moderne Straße mit einem
5 km langen Tunnel bringt Menschen und Waren von Nord nach Süd und
umgekehrt.
Die Ausstellung
präsentiert Originalobjekte aus der Zeit der Säumer und Tauerngeher.
Neben einzelnen Funden von den Pässen wird ein Nebelhorn gezeigt, dessen
dumpfe Klänge bei schlechtem Wetter verirrten Wanderern und Säumern den
Weg wies. Ein Saumsattel und Waren des Saumhandels illustrieren die
vielfältige Information.
Geschichten von
einfachen Menschen, Tauernopfern und Liebesdingen zeigen die Tauernwege
in einem neuen Licht. Ein berührender Liebesbrief, versteckt im
Tauernhaus Spital, eine halsbrecherische Flucht, eine Leiche im
Wirtshaus, eine Kuh, ein weihnachtliches Bad – diese Episoden zeichnen
ein lebendiges Bild. Eine Hörstation gibt Eindruck von der
Schreckensnacht am Felbertauern, dem größten Tauernunglück am
Felbertauern.
Beim „Tauerngeher“ –
einer Medienstation - können die Besucher und Besucherinnen interaktiv
die Landschaft entlang der Tauernwege erleben. Sie wandeln somit auf den
Spuren der Säumer.
Die moderne
Ausstellungsgestaltung setzt neue Maßstäbe in der 40jährigen Geschichte
des Heimatmuseums. Behutsam an das Heimatmuseum angepasst führt eine
Kulisse wie im Theater durch die Epochen der Geschichte. Die zeitgemäße
Aufbereitung des Themas mit Inszenierungen, maßgeschneiderten Medien und
anschaulicher Grafik zeichnen die Handschrift von Dr. Norbert Winding,
Direktor des „Haus der Natur“, und seinem Team, Andreas Zangl und Dr.
Barbara Loidl.
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